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Achillodynie

Dr. ...
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Achillodynie

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

was kann man langfristig gegen eine Achillodynie machen?
An dem Ferse ist es wohl duch ein Trauma schon zu einer
Verknöcherung des Sehnenansatzes gekommen zudem handelt es sich bei der Patientin um eine aktive Läuferin, 35Jahre alt.

Am gleichen Fuß besteht noch ein zur Zeit schmerzloser Fersensporn.
Freue mich sehr über Therapievorschläge.

Krankengymnastik? Einlagen? bes. gedämpfte Schuhe? usw.

Gruß Alpine

Diskussion

29 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 515 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich sehe, dass 20 Ärzte meinen Beitrag gelesen haben, hat denn keiner den Mut mir einen persönlichen Therapietip zu geben? Oder haben auch sie damit Schwierigkeiten.
Nur frisch geantwortet, wir sind hier doch nicht vor einer
Prüfungskommision.....

lb Gruß Alpine

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Um eine Antwort zu geben, müssten erst ein paar Fragen geklärt werden. Ist die Sehne spindelförmig verdickt, besteht ein Friktionsschmerz, sind Traumen in der Vorgeschichte bekannt, handelt es sich um einen dorsalen Fersensporn, der evtl. den Sehnenansatz beeinträchtigt, bestehen Anlauf-, Ruhe- oder Belastungsschmerzen? Gibt es Hinweise für eine Teilruptur (Sono, MR)?

4 von 4 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Aus den Angaben schließe ich einmal, dass wohl auch ein dorsaler Fersensporn besteht, dass heißt eine massive Überlastung des Fußlängsgewölbes wie auch der Fußbeuger. Häufig besteht dies zusammen mit hyperkyphotischen Veränderungen der LWS mit konsekutiver Hüft- und Kniebeugekontraktur, oder aber, was beim Läufer ebenfalls wahrscheinlich ist, eine primäre strukturelle"Kniebeugekontraktur" durch Verkürzung der ischiokruralen Muskulatur (beim Läufer meistens vorhanden, wenn nicht ausreichen nach dem Sport gedehnt wird.). Gute Ergebnisse hat man hier, wenn die o.g. Störungen ursächlich angegangen werden, d.h. manualther. Dehnung der ischiokruralen Mm. und konsequentes Dehnen nach dem Lauf. Zunächst sollte eine Laufpause bzw. eine Reduktion der Laufintensität erfolgen. Ob ein Trauma an der Verknöcherung ursächlich ist, bezweifle ich bei ansonsten typischen Befundkonstellation. Absatzerhöhung bzw. Fersenkissen ebenfalls symptomatisch kurzfristig sinnvoll.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Es gibt da die Bezeichnung "Chronischer Fersenschmerz", die der multiplen Ursachen besser gerecht wird. Der Zahl der Differentialsiagnosen ist kaum ein Limit gesetzt: Entzündung der Sehne selbst, (Präruptur), Entzündung des peritendinösen Gewebes, Ansatztendinose am Calcaneus, Bursitis Achillea, Begleitschmerz bei Mb Bechterew, Tarsaltunnelsyndrom, das Ganze nochmals erweitert durch die verschiednen Ursachen: Mechanische Überlastung (Falsche Schuhe, falsches Training,Fehlstellung der Beinachsen, Systemisch entzündliche Veränderungen, etc...
Langer Rede kurzer Sinn: Laufpause 3 Monate, Weiche Schuhe ohne Drucks am Calcaneus, Versuch mit Kältebehandlung, ev. NSAR. Vor Wiederaufnahme des Sports wenn möglich Beseitigung mechanischer Ursachen (Richtige Schuhe). Als Notnagel käme noch eine Röntgenbestrahlung in Frage. Letztlich: Umstellen auf Schachsport?

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Schuhe wechseln (sollten sowieso nicht jeden Tag dieselben benutzt werden, der Schuhabschluss sollte nicht zu weit proximal enden), Fersenkissen beim Laufen, Dehnen hinterher, Tapen.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Die Achillodynie ist bereits früher einmal auf esanum diskutiert worden. Bei Interesse lesen Sie bitte auch hier:

http://www.esanum.de/beitrag/achillodynie/165 .

Viele Grüße,

Ihr esanum-Team!

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

ich empfehle fokusierte Stosswelle

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Ich habe gute Erfolge mit der chirotherapeutischen Behandlung - Mobilisation des oberen Sprunggelenkes, Mobilisation des Calcaneus gegen den Talus, Mobilisation und Deblockierung der Fußwurzelknochen. Häufig finden sich vor allem im oberen Sprunggelenk und auch im Fußwurzelbereich Blockarden.
Generell sollte aber gemeinsam mit der Sportlerin überlegt werden, ob ihre Füße für ein regelmäßgies Lauftraining überhaupt geeignet sind (Hat sie Hohlfüße?).
Trägt sie optimale Schuhe? Hat sie verschiedene Laufschuhe? Stärkt sie regelmäßig ihre Füße durch Fußgymnastik?
Auf welchem Boden läuft sie?

Könnte sie sich eventuell vorstellen, vom Laufen aufs Rennradfahren oder Inlineskaten umzusteigen?

Mit freundlichen Grüßen K.-Lisa Junike

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Bei Trialthelten ist das ein bek. Problem und ist häufig durch 4-5 Sitzungen mit Stoßwellentherapie und sportpaus für mind. 3 Monate zu behandeln.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Morgentliches Dehen am Treppenabsatz. Danach Querfriktionen und abschwellende Anwendungen. Fersenpolster Viscoheel und eine Achillodysnbandage für 4 Wochen, reduziertes sportprogramm mit wiederholtem Dehnen.

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

aus eigener leidvoller Erfahrung:
- Dehnen
- Durchbewegen mit reduzierter Belastung, z. B. mit Radfahren
- nach jeder Belastung längerdauernde Kälteanwendung
- Geduld

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie

Computergesteuerte Gangbildanalyse;je nach Ergebnis Schuhkorrektur in Sinne einer vermehrten Pronation oder Supination

2 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Zu diesem Problem habe ich einen sehr schlichten und bisher fast unfehlbar sicheren Tipp:
Traumeel in Tablettenform 3 x 2 sowie s.c. über mehrere Injektionen an den Ort des Geschehen 2 x / Woche je 1 Ampulle.

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Vielleicht hilft neben einer Ruhigstellung und vorübergehend Radfahren auch Neuraltherapie mittels Lidojekt+Lipotalon.
Habe jedenfalls sehr gute Erfahrungen damit.
Außerdem würde ich tapen.
kollegiale Grüße !

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie

Ich denke, wenn sämtl. konservativen Therapieformen
erfolglos waren, kommt nur eine operative Therpie in Frage.
Das Narbengewebe und die Verknöcherung müssen enternt werden, um die Pat. schmerzfrei zu bekommen.

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Unter anderem durch eigene Erfahrung glaube ich sagen zu können, dass es sich bei der Achillodynie um ein lokalisiertes, zyklisch auftretendes rheumatoides Syndrom handelt( deswegen müßte sie eigentlich Achillitis heißen), welches auch ohne zusätzliche Belastung kommt - und geht.Traumeel (s.o.) ist da noch am ehesten HEILEND wirksam, vorsichtige Dehnungsbehandlung unerläßlich.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Habe auch sehr gute Erfahrung mit Medi-Tap,Traumeel u Zeel
als Tabletten und geschlossene Salbenverbände.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Habe auch sehr gute Erfahrung mit Medi-Tap,Traumeel u Zeel
als Tabletten und geschlossene Salbenverbände.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie

Würde bei beidem die extrakorporale Stoßwellentherapie empfehlen !
Alles andere bringt m.E. nicht viel.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen die Stosswellentherapie nur wärmstens empfehlen!

0 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Lokal Laser Behandlungen, grunsätzlich Osteopathie.

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Lokal Laser Behandlungen, grunsätzlich Osteopathie.

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Viele Vorschläge, wobei ich anfügen darf, dass ich nach Stosswelle auch schon eine partielle Sehnen-Nekrose sehen durfte...

Um aber gleich auf den 1. Kommentar von Kollege Tholen zurückzukommen:
Alpines Angaben sind etwas dünn, was hindert eigentlich daran, eine, vorallem bei chronischen Beschwerden, erstmal diagnostisch das Feld zu klären, bevor wir mit polyvalenten Therapien, die alle ihre Berechtigung und Erfolge bei korrekter Indikation haben, losschlagen?
Wie immer, wenn Orthopäden nicht weiter wissen, würde ich MRT bevorzugen.
Exemplarisch hängt mir da ein Fall nach, bei der eine Arztehefrau ein Jahr lang auf "Calcaneusschmerz" (u.a. als Achillodynie) behandelt wurde, bis bei der 40jährigen das Osteosarkom im Calcaneus diagnostiziert wurde. Sicher eine seltene Briefmarke und nur in dem Sinne verallgemeinerungsfähig, dass man die Arbeitshypothese/Diagnose immer hinterfragen muss;

1 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Allgemeinmedizin

Zum Thema "wie immer, wenn Orthopäden nicht weiter wissen, würde ich ein MRT bevorzugen" äußern Sie sich doch bitte mal im Thread über MRT-Verordnungen nur in Facharzt-Händen, weil Hausärzte da so undifferenziert seien :)

In diesem Zusammenhang sind auch die undifferenzierten hausärztlichen (und fachärztlichen) Kommentare oben wenig hilfreich: Man kann doch nicht allen Ernstes ohne weitere Anamnese, Untersuchung (und ggf. natürlich auch apparativer Untersuchung) Injektionen in Sehnennähe oder Dehnübungen oder sonstwas empfehlen! Wir wissen ja nicht einmal wo der Sporn sitzt. Was wenn es sich um eine Teilruptur handelt, da kann man mit Dehnübungen viel Schaden anrichten. Ich würde, nachdem sich Alpine über mangelnde Resonanz beklagt hat, jetzt gerne mal Details seiner/ihrerseits hören, damit dieses Rumgerate aufhört!

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Nach 25 Jahren Sportmedizin und Chirotherapie bin ich mir sicher,daß hier eine muskuläre Dysbalance zwischen triceps surae und tibialis anterior vorliegt.KOnsequentes dreimaliges tägliches Aufdehnen der Achillessehne(!)(Viele Sportler dehnen nur die ischiocrurale Muskulatur) über 25 sek.Dauer und Geduld
führen sicher in die Beschwerdefreiheit.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die beste und schnellste Therapie(4 Wochen) ist das Needeling der Sehne, dh. erst paratendinöse Anästhesie und dann das mehrfache Einstechen mit einer sehr dicken Kanüle in die Sehne dadurch kommt es zu einer Neuausbildung von Blutgefäßen und dem Ersatzt des nekrotischen Sehnenanteils (spindelförmige Auftreibung) durch lebendes Gewebe.
Kein Kortison cave Ruptur!!! Traumel oder Stosswelle geht auch.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Chronische Achilles Probleme sind heufig nur ein Symptom von muskulären Dysbalance im Körper .Nur lokale untersuchung und behandlung bringe nach meiner Erfahrung nur kurzfristig Erfolg oder der Pat. kommt nach kurrzer Zeit mit anderen Problemen zB.Knie oder Schienbeinsyndrom .Mach bitte einfach 2-Wagen Test und dann sehen wir wie ist die passive statik des Körpers,oft habe ich bis 25 kg differenz mehr erlebt auf der betroffener seite,dann beginnt erst suche nach Ursachen -wirklich spannend .Deswegen gibst keine 2-gleiche Achilles Patienten und keine goldene Therapie per Internet Forum .Schöne Grüße unsere arbeit macht doch spaß.ps.bin seit 35 Jahre läufer und vor kurzem 2 Mal Ironman finisher

Dr. ...Dr. ...
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Chronische Achilles Probleme sind heufig nur ein Symptom von muskulären Dysbalance im Körper .Nur lokale untersuchung und behandlung bringe nach meiner Erfahrung nur kurzfristig Erfolg oder der Pat. kommt nach kurrzer Zeit mit anderen Problemen zB.Knie oder Schienbeinsyndrom .Mach bitte einfach 2-Wagen Test und dann sehen wir wie ist die passive statik des Körpers,oft habe ich bis 25 kg differenz mehr erlebt auf der betroffener seite,dann beginnt erst suche nach Ursachen -wirklich spannend .Deswegen gibst keine 2-gleiche Achilles Patienten und keine goldene Therapie per Internet Forum .Schöne Grüße unsere arbeit macht doch spaß.ps.bin seit 35 Jahre läufer und vor kurzem 2 Mal Ironman finisher

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Gut, jetzt liegen ja wohl genug Ferndiagnosen und absolut sichere Therapievorschläge auf Basis unumstößlicher Erkenntnisse vor....
Leider aber verließ den Threadersteller Alpine nach den ersten beiden Beiträgen wohl die Lust am Thema und widmet sich anderen Themen im Forum, weitere Angaben, ob er/sie den etwas Nutzen diesem Sammelsurium an Behandlungskonzepten ziehen konnte.
Was mich aber viel mehr verwundert, daß man so einfach mit Patentrezepten ein Symptom je nach gusto mit Ursache, Diagnose und Therapie ausdeutet. Keine Selbstzweifel, keine Fehldiagnose, keine falsche Therapie.
Solche Stärke ist mir leider nicht zueigen, hinterfrage mich wohl zu oft.
Man lernt.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Also sehr geehrter Herr Kollege,
ich bin über die Rückmeldung der anderen Kollegen sehr froh, denn ich konnte mir schon ein Bild machen, worauf es bei der Therapie ankommt.
Wenn ich mich in dieser Fragestellung etwas zurückgehalten habe, dann deshalb, weil ich ja Meinungen sammeln wollte.
Rückfragen konnte ich in persönlichen Mails sehr gut mit einzelnen Kollegen klären, das war sehr hilfreich.

Warum klingen Sie so verärgert? Was gefällt Ihnen an den Vorschlägen der Kollegen nicht? Das man bei mehreren Ärzten verschiedene Therapievorschläge bekommt, ist doch völlig normal, und ich fände unseren Beruf recht langweilig, gäbe es nur ein Behandlungsschema an das sich alle zu halten hätten.
Wo bliebe da die Heilkunst? Das macht doch gerade unseren Beruf so interessant.
Ist Ihr Beitrag nicht wert einen neuen Thread aufzumachen, über leichtfertige Diagnosestellung und ärztliche Behandlungsfehler, o. ä.? Die gibt es ja nun leider tatsächlich und auch ich ärgere mich von Zeit zu Zeit darüber, besonders wenn Freunde eindeutig falsch behandelt wurden.Da stimme ich Ihnen voll zu, als Arzt sollte man sich
immer auf dem Laufenden halten und den wissenschaftlichen Ehrgeiz haben, seinen Patienten wirklich die beste Therapie zukommen zu lassen.
Fühlen Sie sich als Orthopäde und Unfallchirurg hier zurückgesetzt? Sie sind gewiss auf diesem Gebiet ein Fachmann, und ich halte es für sehr wichtig seine
Therapie regelmäßig zu hinterfragen, nur so kann man gute Medizin machen, ohne Zweifel.
Ich möchte die Kollegen hier etwas in Schutz nehmen, denn sie haben mir wertvolle Hinweise gegeben, und berichtet, wie sie dieses Krankheitsbild behandelt haben, das sind sicherlich keine "Patentrezepte" sondern Therapievorschläge.
Ich würde mich freuen, Sie würden sich hier noch einmal zu Wort melden.
lieben Gruß, Alpine

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Hallo,

ohne langwierige, weitschweifende Erklärungen: Empfehle eine Röntgen-Reizbestrahlung und wünsche gute Besserung.

Dr. ...Dr. ...
FÄ für Allgemeinmedizin

Verehrter Kollege,
Habe unlängst gelesen , daß dahinter auch eine Ermüdungsfraktur stecken kann und eine MRT hilfreich sein soll. Ich selbst versuch es gerne mit K-Taping , was meist gut und schnell hilft.
Viel Erfolg !!

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

@ Kollege Dominik Haas: Teilrupturen schon gesehen?
Ja
1. vor vielen Jahren als ganz junger Assistent einen Fall mit stehenden Restfasern im Op-situs, die etwa 10 % des gesunden Sehnenquerschnitts entsprachen - retrospektiv nach heutigen Kriterien klinisch und sonografisch mit hoher Zuverlässigkeit vorab zu identifizieren und insofern eine klare Indikation für einen primär konservativen Therapieansatz.
2. in den letzten 2-3 Jahren ca 8 Fälle, die klinisch mit den üblichen Tendinosezeichen verbreitert und druckempfindlich imponierten und sonografisch eindeutig als Teilrupturen unterschiedlichen Ausmaßes zu identifizieren waren. Eine Korrelation zwischen anamnestisch berichtetem Ruck oder akut verspürter Zerrung bzw. eher chronisch anschleichendem Verlauf zu den dann sonografisch zu verifizierenden diffusen Veränderungen der Echogenität im Sinne einer Tendinose im Gegensatz zu einer Teilunterbrechung habe ich in dieser kleinen Kohorte nicht erkennen können.

@ Kollegin Gurdan
Auf MRT verzichte ich in der Primärdiagnostik, da ich keine Überlegenheit zur persönlich durchgeführten Sonografie erkennen kann. Die Sonografie bietet gegenüber der MRT folgende wesentlichen Vorteile: sofortige Verfügbarkeit, die Möglichkeit der dynamischen Untersuchung und damit der Beobachtung der kritischen Bezirke der AS (aber auch wesentlich dünnerer Sehnen wie zB die Differenzierbarkeit der langen und der kurzen Beuge-Sehnen an den Fingern) unter Bewegung wie passiver und aktiver Anspannung; sie ist außerdem wesentlich preisgünstiger zu haben.

In diesem Zusammenhang darf ich auf das didaktisch hervorragend aufgemachte Lehrbuch von Gaulrapp und Binder (in diesen Tagen in aktueller Auflage bei Elsevier erschienen) hinweisen, das mit exzellentem Bildmaterial (vergleichend direkt nebeneinander anatomisches Bild neben dem sonografischen Bild), zahlreichen praktischen Tips und gutem und erfrischenden Textfluss nicht nur eine ausgezeichnete und umfassende Einführung zum Thema bietet, sondern auch für den erfahrenen Untersucher neue Einsichten bringt. Rückhaltlose Empfehlung - qualitativ herausragend und großer Lesespaß!
(Gaulrapp H, Binder C: Grundkurs Sonografie der Bewegungsorgane: Standardschnitte und Richtlinien entsprechend der DEGUM, Elsevier, Juni 2011)

Mit freundlichem kollegialen Grüßen
Norbert Müller

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23