Orthopädie und Unfallchirurgie, Plastische-, Hand- und Verbrennungschirurgie, Pathologie, Rheumatologie

Entstehung einer Dupuytren-Kontraktur 2 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 94 Ärzte verfolgen diese Diskussion

Man ist schon auf dem Mond, aber man weiß immer noch nicht wie ein Dupuytren entsteht.

- sehr sauberes Operieren, aber auch sehr aggressiv
- peinlich genaue Blutstillung
- notfalls second look
- Bewegung ab 3-4 Tag, hier vor meinen Augen
- Krankengymnastik erst wenn Patient Faust schließen und Finger strecken kann
- Wund-Verschluss völlig spannungsfrei, notfalls Hauttransplantation, Epicard oder open Palm
Wiedervorstellung in einem halben Jahr.

Wenn man davon ausgeht, dass die Psyche bei jeder Krankheit eine Mitursache ist, so wäre die Gabe von Colchicin nicht schädlich, aber überflüssig. Dupuytrensche Kontraktur ist keine rheumatische Erkrankung und gehört auch nicht zum Formenkreis
Bei1432 OPs kam es zu17 Rezidiven.

3 Mitglieder fanden folgenden Kommentar hilfreich

Dr. ...
Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

In Kanada ist der Dupuytren eine Berufskrankheit unter bestimmten Voraussetzungen-jedenfalls habe ich Literatur, mit der ich ein deutsches Sozialgericht überzeugen wollte.


2 Mitglieder fanden folgenden Kommentar hilfreich

Dr. ...
Dr. ...
FA für

... möchte an dieser stelle nicht komplett widersprechen, jedoch sollte das oben erwähnte therapieschema ein wenig in frage gestellt werden: dass eine operation sauberes operieren und eine gute blutstillung erfordert, sollte eigentlich grundvoraussetzung sein, gerade beim m. duputren ist aber auch eine adäquate drainage (entweder opem palm oder penrose) recht wichtig. die empfehlung, mit einer krankengymnastik zu warten, bis der patient die faust schließen kann, finde ich ziemlich gefährlich: der faustschluss ist bei dupuytren-patienten selten das problem, sondern die streckung der finger - um ein rezidiv und narbenadhäsionen zu vermeiden, sollte unserer erfahrung nach direkt am 1. postoperativen tag mit der mobilisation und hier vor allem mit der streckung begonnen werden. je nach stadium sollte hier ggf. auch direkt eine schienentherapie (statisch oder dynamisch) erfolgen, da die opeation bei der erkrankung leider nur die halbe miete ist. eine wiedervorstellung nach einem halben ist zum erkennen eines rehabilitationsdefizites einfach zu spät, mobilisationbedingte defizite können zu diesem zeitpunkt meist nicht mehr ausgeglichen werden.


In den ersten 14 Tagen postop "gehört der Patient nur mir", d.h. der Physio geht erst dann an die Hand, wenn nichts mehr "passieren" kann. Ich habe leider sehr viel Probleme bei "sehr forschen Physios" gesehen, sogar bei Handtherapeuten, die einfach nicht situationsadaequat therapiert haben. Die Therapie beginnt am 1. Tag, bis zum Fadenzug sehe ich den Pat. jeden zweiten Tag! Auch wenn ich es nicht bezahlt bekomme. Das Ergebnis geht mit dem Operateur als Erfolg nachhause! Sie als Operateur werden am Erfolg gemessen, jedoch muß man bei langer Nachbehandlung das Team als Behandler sehen und sich zusammensetzen. Die manuelle Lymphdrainage und die Phonophorese als Narbenbehandlung sind ein Großteil des Erfolges, der andere Teil das Anleiten des Patienten zur durch den Operateur kontrollierten Therapie neben der ständigen Motivation bei ausgedehnten Verhältnissen bzw Rezidiveingriffen. Das wichtigste ist, daß der Dupuytren eine Domäne des Handchirurgen ist, bzw. des plastischen Chirurgen mit ausgewiesener handchirurgischer Erfahrung. Mal schnell eine Hand operieren sollte der Vergangenheit angehören. Der Patient wird ehedem mit den Füße abstimmen.

Christian Ludwig Orthopädie Handchirurgie


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