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Evidenz zwischen packyears und Folgekrankheiten?

Dr. ...
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Evidenz zwischen packyears und Folgekrankheiten?

Gibt es eine Evidenz für die Anzahl der packyears und den Folgekrankheiten, wie z.B. COPD, Malignome, KHK, etc.?

Diskussion

4 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 57 Ärzte verfolgen diese Diskussion
2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Neurochirurgie

Im Mai 2006 wurde im Journal of Thoracic Oncology von Miller et al. aus der University of Colorado der folgende Zusammenhang gefunden:
Die vorläufigen Daten einer hoch-Risiko Gruppe, inklusive einer Population mit einer Nikotinabusus-Historie von mehr als 30 PACK YEARS und COPD, (verifiziert durch spirometrische Untersuchungen) zeigten eine Risikozunahme an Bronchial-CA zu erkranken von fast 20% nach 10 Jahren!. Mehrere Studien belegten einen klaren Dosis-abhängigen Zusammenhang zwischen einer Entwicklung von Lungen/Bronchial-CA und dem Grad der Cigaretten-Rauch-Exposition, ausgedrückt in PACK YEARS. Ausnahmslos sei beweisbar, daß die Zigarettenkonsum-Dauer mit dem Beginn des Nikotinabusus (dem Alter des Beginnens)klar korreliert; und das "Start-Alter" wichtiger erscheint als die Anzahl der pro Tag konsumierten Zigaretten!. Das relative Risiko für männliche Raucher mit 20 PACK-YEARS an Lungen-CA zu erkranken ist 11.59%, wenn diese 20-29 Zigaretten geraucht hatten.(ca. 1 Packung/Tag) für 20–29 Jahre, aber 29.66% wenn diese 10-19 Zigaretten/Tag (ca. eine 1/2 Packung/Tag) über 40 Jahre konsumiert hatten. Diese Daten ergeben, daß eine Raucher-Anamnese von >30 PACK YEARS plus ein Durchschnitts-Konsum von über 20 Zigaretten/Tag eine hoch Risiko-Patientengruppe für Bronchial/Lungen-CA bezeichnen. Die vorläufigen Daten der Universitätsklinik Colorado von den hoch-Risiko Untersuchungspopulationen zeigten ebenfalls einen signifikant geringeren grad der morphologischen Veränderungen bei "früheren Rauchern" im Vergleich zu persistierenden Rauchern.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Gastroenterologie

danke für die nützliche Information

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Augenheilkunde

Der Beitrag von "neurosurgeryhi" trifft genau aber nur die eine Seite des Problems.Der Gefährtete muß eine endogene Krebsdisposition haben (Familienanamnese)sonst passiert nichts, auch nach 40py. Wer die "Krebsdisposition" hat erlebt die Manifestation irgend eines Organkrebses, er müßte nur lange genug leben. Inhalationsrauchen ist der Induktor für Manifestation am Atmungssystem.
Rauchen beschädigt immer die Bronchialschleimhaut, histomorphologisch zu verifizieren:Raucherbronchitis, auch ohne klinische Signifikanz i. S. v. COPD.
Die Korrelation zwischen Pack Years und Copd ist nur eine
"gefühlte", meines Wissens keine mathematische.

Dr. ...Dr. ...(1)
FA für Allgemeinmedizin

Es ist ja letztlich auch keine im Alltag hilfreiche Information. Ich werde ja nicht weil jemand "zu wenig" geraucht hat bei Verdacht eine Diagnostik weglassen nach dem Motto "Die Wahrscheinlichkeit ist hier zu niedrig". Mein Eindruck (rein subjektiv, ich weiß) ist eher, dass man bei starken Rauchern früher damit rechnet, aber die bekommen ja auch in der Regel früher die Beschwerden.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt), Angiologie, Hämatologie und Onkologie, Kardiologie, Pulmologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
copd, khk, folgekrankheiten, packyears

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23