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Fersensporn

Dr. ...
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Fersensporn

Patient mit chronischem Fersenspornansatz-Schmerz, welcher sich auf Infiltration nicht ändert. Welche Erfahrungen wurden mit einer Radiotherapie gemacht?

Diskussion

17 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 243 Ärzte verfolgen diese Diskussion
4 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Aufgrund der eigenen Erfahrungen mit dieser Therapie ist ein Therapieversuch, insbes. bei fehlendem Ansprechen anderer Maßnahmen, doch anzuraten, wobei die Erfolgsrate etwa bei 50% liegt.
Discender

5 von 6 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Bzgl.des \"Fersensporn\" findet sich in der MMW 24/2007 auf den Seiten 36 - 40

http://www.mmw.de/contentDisplay.do />
eine sehr übersichtliche CME-Fortbildung des plantaren Fersenschmerzes von Dr.Maik Hoberg.
Der Orthopäde am Klinikum rechts der Isar der TU München macht keinerlei Hinweis auf eine radiologische Therapieoption. Interessant ist der Hinweis auf die Therapiedauer der konservativen Maßnahmen, die der Kollege H. mit 6 Monaten bis 2 Jahre angibt.
Welcher unserer hausärztlichen Patienten würde es wohl akzeptieren, wenn wir ihm schon bei der Erstkonsultation des Plantaren Fersenschmerzes für eine konservative Therapie eine derartige Prognose stellten?

3 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Es mutet etwas pervers an, angesichts der allgemeinen Strahlenangst eine benigne, und nicht bedrohliche Erkrankung mit Strahlentherapie zu behandeln. Sind denn wirklich allen "banalen" Therapieoptionen ausgeschöpft? (Entlastungseinlagen, Dehnungsübungen, Ultraschalltherapie).
Andere Ursachen ausgeschlossen? (Tarsaltunnelsyndrom, Rheumat. erkrankungen, z.B. Bechterew?)

9 von 10 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Schmerzen an der Plantarfläche der Ferse sind nach meiner Erfahrung nur sehr selten wirklich auf den röntgenologisch darstellbaren Fersensporn zurückzuführen.
Überwiegend werden sie durch eine Insertionstendopathie der Plantaraponeurose am medialen Calcaneusrand hervorgerufen. Die häufigste Ursache dafür ist die altersbedingte Elastizitätsminderung ,Gewichtssteigerung und als "Zündfunke" oft eine kurzzeitig einwirkende Fehlbelastung . Dort liegen demnach auch die erfolgreichen therapeutischen Ansätze (temporäre Entlastung des Längsgewölbes,lokale antiphlogistische Infiltration,stoßdämpendes Absatzmaterial,Gewichtsreduktion) und nicht in der "Bestrahlung".

0 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie

Vor Strahlen gibt es sicher Magnetfeld Laser Stoßwelle Einlagen NSAR Gewichtsreduktion und mal nach den Schuhen schauen

0 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Anästhesiologie allgemein, Allgemeinmedizin

Und wenn der Schmerz psychogen ist ?!!?

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Am besten hilft die Fersenentlastung durch eine sogenannte "Locheinlage".Das ist eine Einlage zur Gewölbeentlastung mit gleichzeitiger Einarbeitung einer Aussparung über dem druckschmerzhaften Bereich.

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

auslösend oft :
flache, harte absätze und /oder zunahme der spannung der plantaraponeurose durch abflachung des längsgewölbes

2 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin, Physikalische und Rehabilitative Medizin

Ich stimme René Sebastian Bauer voll zu. Insbesondere die Dehnung der Wadenmuskulatur ist extrem wichtig. Fast immer finden sich Triggerpunkte im M. gastrocnemius medial. Hier kann man auch gezielt punktieren, z. B. mit kleinen Mengen Lidocain oder auch nur mit einer langen Akupunkturnadel (ist ziemlich schmerzhaft, hilft aber schnell, meistens nach drei bis 5 Behandlungen)

3 von 3 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Gute erfahrungen habe ich mit MBT-Schuhen gemacht, die der Patient jedoch leider alleine bezahlen muß

Dr. ...Dr. ...
Orthopädie und Unfallchirurgie

Letztendlich schaffen die Patienten selten, ihr bisheriges Verhalten zu ändern, trotz ausführlicher Gespräche, Wiederholungen der Aufklärung etc. Gute Chance bei Frauen ist auch der Hinweis auf abendliche Massage der Füße. Dies kann ins abendliche Hygieneprogramm ohne größeren Aufwand/Umstellung/Kosten etc. aufgenomen werden.

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Nach Scheitern der konsequent konservativen Therapie (technische Versorgung, Muskeldysbalancen insbesondere der verkürzten Wadenmuskulatur beseitigen, lokalbehandlung mit phys Therapie, Injektionen, ESW oder RSW) sehe ich bei den wenigen Patienten die eine Röntgentiefenbestrahlung wollten und durchgeführt haben ca. 50% anhaltend gute Ergebnisse

3 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Innere Medizin

Niemand hat behauptet die radiologische Reizbestrahlung sei die Therapie der Wahl bei Erstmanifestation, sondern diese Therapie-Option stellt sich nach Versagen der hier schon erwähnten Therapiemöglichkeiten. Nur finden sich immer wieder mal Patienten nach längerer Therapie beim orthopädischen Kollegen ein, wo all diese bereits erwähnten Maßnahmen, insbes.lokale Infiltrationen (da machen aufgrund der Schmerzhaftigkeit die Betroffenen nicht lange mit) und Versorgungen mit Einlagen u.Fersenentlastungen nicht greifen. Wie lange wollen und können wir insbes. bei vielleicht auch bestehender AU und deutlichem Übergewicht warten bis sich die Lebensumstellungen kurativ auswirken. Ich denke bei der sonst auch reichlichen Bestrahlung infolge Flugreisens sollte die Sekundenbestrahlung der Ferse, die ja auch nicht sofort schmerzlindernd einsetzt, vernachlässigt werden können.

Dr. ...Dr. ...
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

Ich habe die besten Erfahrungen mit der radialen Stosswellentherapie gemacht in Kombination mit Triggerpunktstoßwellentherapie (3-5 Sitzungen ausreichend)

4 von 5 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Strahlentherapie

Die sogenannte Reizbestrahlung bietet insbesondere nach Versagen der hier bereits diskutierten Methoden eine durchaus sinnvolle Alternative mit guten Erfolgen, siehe z. B. hier:

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Funktionelle Ergebnisse nach Megavoltbestrahlung beim Fersensporn
Reinhard Heyd1, 3 , Nikolaos Tselis1, Hanns Ackermann2, Sandra J. Röddiger1 und Nikolaos Zamboglou1

(1) Strahlenklinik, Klinikum Offenbach, Offenbach, Deutschland
(2) Abteilung für Biomathematik, Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt/Main, Deutschland
(3) Strahlenklinik, Klinikum Offenbach, Starkenburgring 66, 63069 Offenbach, Deutschland

Eingegangen: 27. Januar 2006 Revidiert: 11. Juli 2006

Ziel: Untersuchung der Funktionsverbesserung nach Megavoltbestrahlungen bei schmerzhaften Fersenspornen und Evaluierung des langfristigen Ansprechens sowie möglicher Prognoseparameter.
Patienten und Methodik: 305 Fälle (252 Patienten) wurden mit 2 × 1,0 Gy/Woche bis 6,0 Gy Gesamtdosis/Serie bestrahlt. 97 Fälle (31,8%) erhielten nach einem Intervall von 6 Wochen eine zweite Serie. Der Therapieerfolg wurde anhand eines Funktionsscores am Ende jeder Bestrahlungsserie sowie nach 6 Wochen und 6 Monaten dokumentiert. Das langfristige Ansprechen wurde nach einem Nachbeobachtungszeitraum von ? 2 Jahren bewertet.
Ergebnisse: Die Ansprechrate nach 6 Monaten betrug 85,6%. Das Behandlungsergebnis wurde bei 135/305 Fällen (44,3%) als sehr gut (Score: 90–100), bei 60/305 Fällen (19,7%) als gut (Score: 70–85), bei 63/305 Fällen (20,7%) als zufriedenstellend (Score: 45–65) und bei 47/305 Fällen (15,4%) als schlecht (Score: 0–40) gewertet. 231/305 Fälle (75,7%) hatten nur noch geringe oder keine Schmerzen. 296/305 (97,0%) wiesen keine oder leichte Einschränkungen bei der Arbeit und 253/305 (82,9%) bei alltäglichen Aktivitäten auf. In 255/305 Fälle bestanden (83,6%) keine oder nur leichte Einschränkungen der Gehstrecke. Bei den Kontrolluntersuchungen nach einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 48,4 Monaten fand sich eine Rezidivrate von 7,3% (15 Fälle). Alter, Geschlecht und Beschwerdedauer vor Einleitung der Bestrahlung (? 6 Monate vs. > 6 Monate) erwiesen sich nicht als Prognoseparameter. Relevante Früh- oder Spättoxizitäten wurden nicht beobachtet.
Schlussfolgerung: Die Megavoltbestrahlung ist eine sehr effektive, lang wirksame und nebenwirkungsarme Therapieoption bei der Behandlung schmerzhafter Fersensporne. Der Funktionsscore erwies sich als praktikables Schema für die Dokumentation der Ergebnisse.

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Diese Kollegen arbeiten mit Gesamtdosen von 6 Gy, wobei auch 3 Gy in der Regel äquieffektiv sind. Die Personendosis (so viel als Anmerkung zum Thema Strahlenbelastung durch Flugreisen) ist vernichtend gering, da es sich um Bestrahlungsfelder handelt, die in aller Regel nicht einmal den Calcaneus komplett erfassen. Bislang ist auch kein Fall der Tumorentstehung durch die heute übliche antiphlogistische Bestrahlung bei Calcaneussporn/Calcaneodynie dokumentiert.

1 von 2 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Ich halte nichts von Infiltrationen, wurde eine dauerhafte Fersenweichbettung mittels Einlage versucht??? Ich habe mit dieser einfachen und preiswerten Therapie gute Erfolge erzielt. Eine Therapie mittels Ultraschall ist sehr langwierig und braucht seitens des Patienten viel "Durchhaltevermögen".

0 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
Anästhesiologie allgemein, Schmerztherapie

Es einfach mal mit dem Softlaser versuchen, ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.

1 von 1 Mitgliedern fanden folgenden Kommentar hilfreich:

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Ich habe jetzt einige Patienten nach den Regeln der Biokinematik beHANDelt, mit einigem Erfolg: 15 der 17 Patienten, die ich mit diesen Beschwerden bis dato überblicke, sind beschwerdefrei geblieben.

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Informationen zum Beitrag

Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Orthopädie und Unfallchirurgie, Radiologie allgemein, Schmerztherapie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
radiotherapie, infiltration, fersensporn

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23