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Fragen zu Histaminintoleranz und Vitiligo

Dr. ...


Fragen zu Histaminintoleranz und Vitiligo

Gibt es neue diagnostische Verfahren zur Diagnose einer Histamin-Intoleranz?

Warum wird die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) in Diagnose und Therapie von den Krankenkassen nicht gefördert, ja verleugnet (als Krankheitsentität)?

Diskussion

6 Ärzte beteiligen sich an dieser Diskussion, 53 Ärzte verfolgen diese Diskussion
Dr. ...Dr. ...
FA für Dermatologie

Untersuchung von Urin ( Histidin?) !
Vitiligo wird m.E. nicht von Kassen verleugnet.es gibt aber keine suffiziente Therapie vor allem bei der Vitiligo vom peripheren Typ.

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Vitiligo vom "zentralen Typ" also weiße Flecken in nicht lichtexponierten Arrealen geht allerbestens mit UVB 311 nm. - Theoretisch von den Kassen bezahlt, leider nichts praktisch ankommend - ist ja bekannt. - Um aber die ärztliche Kompetenz darzustellen, wird diese Behandlung auf "Kosten der Kasse" von mir angeboten.

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Die Labordiagnostik der Histamin-Intoleranz basiert auf der Bestimmung der Diaminooxidase-Aktivität, die typischerweise erniedrigt nachgewiesen wird. Liegt ein stark erhöhter Histamin-Serumspiegel vor, so ist trotz normaler oder leicht erhöhter DAO-Aktivität von einer Histamin-Intoleranz auszugehen.

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

"Die Labordiagnostik der Histamin-Intoleranz basiert auf der Bestimmung der Diaminooxidase-Aktivität, die typischerweise erniedrigt nachgewiesen wird. Liegt ein stark erhöhter Histamin-Serumspiegel vor, so ist trotz normaler oder leicht erhöhter DAO-Aktivität von einer Histamin-Intoleranz auszugehen."

Einfach nur Blödsinn... Sehr geehrter Herr Kollege, wäre auf eine entsprechende Quelle gespannt....

Vielleicht schauen Sie einmal hier.....


"Diaminoxidase keine diagnostische Hilfe bei Histaminintoleranz H. Kofler1, W. Aberer2, M. Deibl3, Th. Hawranek4, G. Klein5, N. Reider6 und N. Fellner1.

Daten zur Prävalenz der Histaminintoleranz gibt es kaum, schätzungsweise sind 3 – 4% der Bevölkerung davon betroffen. Noch weniger verlässliche Daten gibt es derzeit zur Prävalenz der Histaminintoleranz im Kinder- und Jugendalter. Hauptursache ist eine funktionelle oder mengenmäßige Defizienz der Diaminooxidase (DAO), einem Schlüsselenzym des Histaminabbaus. Routinemäßig wurde von einem der Autoren (HK) bereits an mehreren 100 Patienten mit klinischer Diagnose Histamintoleranz die Bestimmung der Serum DAO aufgrund von Literaturempfehlungen [5] zur Diagnostik mitverwendet. Dabei fielen Diskrepanzen zwischen den Symptomen der Patienten, der klinischen Beurteilung und den gemessenen DAO-Werten auf. Wir untersuchten daher prospektiv in einer Multicenterstudie 207 Erwachsene (146 (70,5%) weiblich und 61 (29,5%) männlich). 77 Patienten wiesen eine Histaminintoleranz auf, bei 67 Patienten war die Diagnose fraglich und bei 61 gesunden Kontrollpatienten lag keine Histaminintoleranz vor (Tab. 1). Formales Ziel war es, die Übereinstimmung dieser 3 klinischen Diagnosegruppen mit den Messergebnissen eines seit einiger Zeit auf dem Markt befindlichen und zur Diagnose der Histaminintoleranz propagierten Tests zur Messung der Diaminooxidasekonzentration im Serum zu vergleichen und zu bewerten. Hauptproduktionsort der DAO sind Darmepithelien. Der Abbau von Histamin über DAO ist der Hauptabbauweg. Histamin wird dabei oxidativ desaminiert, entstehende Aldehyde werden renal eliminiert. Ein kleinerer Abbauweg über die Histamin-N-Methyltransferase eliminiert vor allem intrazelluläres Histamin. Der verwendete Test (Sciotec Diagnostic Technologies GmbH, Vienna, Austria) zur Bestimmung der DAO-Konzentration ist ein seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts mit kleinen methodischen Modifikationen verwendeter RIA (Radioimmunoassay); er gilt als sensitiv und präzise. Patienten mit Histaminintoleranz, häufig Frauen in mittleren Jahren, können ein buntes Spektrum von Beschwerden aufweisen. Die Palette der Symptome reicht von migräneartigen Kopfschmerzen, obstruktiver Rhinitis, Müdigkeit, anfallsartiger Tachykardie mit Palpitationen, Übelkeit, postprandialen Blähungen und Diarrhö hin zu Juckreiz und prämenstruellem Syndrom. Häufig berichten Frauen, dass ihre Beschwerden in Schwangerschaften wie “weggeblasen” seien, um nach der Geburt wieder aufzutreten. Das ist insofern erklärbar, als in der Schwangerschaft die Plazenta große Mengen an DAO produziert. Der Verlauf ist variabel in der Ausprägung, insgesamt aber chronisch. Oft angegebene Triggermechanismen scheinen neben bestimmten Medikamenten wie NSAID, b-Blockern, Mukolytika und Röngtenkontrastmitteln auch Infekte und Stress zu sein. Bekannt wurde in den letzten Jahren eine ausgeprägte Komorbidität mit anderen entzündlichen Darmerkrankungen, wie M. Crohn, Zöliakie, und auch eine Überlappung zu Enzymopathien wie Fruktose- und oder Laktoseintoleranz. Fast alle Patienten können eine Zunahme ihrer Beschwerden mit Genuss bestimmter Lebensmittel herstellen, da die Beschwerden oft kurz nach einer Mahlzeit auftreten. Histaminreiche Nahrungsmittel sind – neben bakteriell verdorbenen Produkten – doch auch aus Geschmacksgründen bewusst fermentierte, geräucherte oder sonstwie haltbar gemachte Lebensmittel. Sie enthalten variabel größere Mengen an Histamin oder anderen Polyaminen. Daneben sind Genussmittel (Ethylalkohol) als Hemmer der DAO bekannt, und manche Lebensmittel sollen die Histaminfreisetzung fördern. In Anlehnung an eine bereits publizierte Studie [5] wurden die DAO-Konzentrationen im Serum als “erniedrigt” bewertet (< 3 U/ml), “als verdächtig auf Histaminintoleranz” (3 – 10 U/ml) und als “normal” (> 10 U/ml). Gemäß dieser Publikation ist ein erniedrigter DAO-Wert indikativ für eine Histaminintoleranz, Werte zwischen > 3 – 10 U/ml zeigen einen Graubereich fraglicher Histaminintoleranz an, während Werte > 10 U/ml bei Gesunden gefunden werden. Wir erhielten in allen 3 klinischen Gruppen DAO-Werte, die in ihrer Größe keinerlei statistische Zuordnung zu Patienten mit Histaminintoleranz, fraglicher Histaminintoleranz und keine Histaminintoleranz und daher auch keine sinnvolle Interpretation und Diagnostik erlaubten (Tab. 2). Zwischenzeitlich kam eine Schweizer Arbeitsgruppe [Ballmer-Weber Schmid-Grendelmeier, Seifert, Töndury, Wüthrich Allergologie. 2008; 31: 350-356] aufgrund ihrer Untersuchung an 62 Patienten mit Histaminintoleranz zum gleichen Ergebnis: eine Korrelation zwischen DAO-Wert und klinischer Diagnose ist nicht reproduzierbar. Wir glauben daher, dass die Bestimmung der DAO zur Abklärung einer Histaminintoleranz über eine gute Anamnese hinaus keine diagnostische Hilfe bietet."

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Sehr geehrter Kollege Irion, Ihr Kommentar mit der angegebenen Quelle ist interessant! Man lernt nie aus!

Ihr "Ton", wie mir auch schon bei anderen Ihrer Kommentare auffiel, ist allerdings unschön! Man könnte auch höflicher miteinander umgehen!

Grundsätzlich gibt es meist viele wissenschaftliche Quellen, die auch oft entgegengesetzte Ergebnisse liefern. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

MFG

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Sehr geehrter Herr Kollege,

Sie als Dermatologe sollten eigentlich genau wissen, dass es keine Labordiagnostik zur Histamin-Intoleranz gibt, zumindest keine sinvolle.

Daher würde mich einfach nur interessieren, woher Sie diesen "Unsinn" zitieren - wenn es eine standhafte Literaturquelle gibt, bin ich gerne bereit mich in aller Form zu entschuldigen.

Ansonsten nerven derartige Aussagen, die sich nicht belegen lassen hier einfach nur. - "Wissen" wird so ganz sicherlich nicht vermehrt, allerhöchstens "Unwissen" und dies wird ja wohl kaum der Anspruch dieses Forums sein!

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Herr Iron, Ihr Engagement und Ihre fachlichen Kompetenzen in allen Ehren, aber "Unsinn" oder "Blödsinn" muss man die Meinungsäußerungen der Kollegen doch nicht nennen...

Insofern muss ich Herrn Sternberg Recht geben...

Seien Sie doch in Zukunft etwas nachsichtiger mit den "unwissenden" Kollegen...

Liebenswürdige Grüße

Dr. ...Dr. ...
Dermatologie

Liebe Frau Werrmann,

wie sollte man denn einen faktischen Unsinn denn liebenswürdiger bezeichnen...

Ich denke, das kennen Sie auch...

Da wird von Patienten etc. soviel erzählt und berichtet, was der eine oder andere Kollege als Fakt dargestellt hat und man sich fragt, "darf das denn echt wahr sein" oder "wie kommt denn der auf diesen Unsinn".

Meine diesbezüglichen Fragen, wären ja schon etwas erklärlicher, wenn Herr Sternberg darauf antworten würde, woher er seine hier angesprochenen - tatsächlich vollständig unsinnigen - Auslassungen bez. der Histaminintoleranz denn "her" hat....

Dann könnte ich vielleicht nachvollziehen, wieso es manche allergologischen Kollgen gibt, die bez. einer Diät empfehlen, hier müsssen sie die "roten" Früchte weglassen und dabei eher die "grünen". Oder sauer oder süß oder zucker oder salzig.....

Nachsicht ist jedenfalls diesbezüglich nicht besonders zielführend, kann ich Ihnen versichern - spielt allenfalls Herrn Lauterbach in die Hände - und zu Recht!!!!

Viele Grüße...

Dr. ...Dr. ...
Allgemeinmedizin

Nicht für Kollege Iron bestimmt.

Aussagekraft von DAO-Messung ist eher eine orientierende Hilfe. Informativer ist die Bestimmung von Methylhistamins im Harn.

Bitte den Darm nicht vergessen,da Produktion der DAO durch eine Schädigung der Darmschleimhaut (Enterozyten) vermindert sein kann.

Dr. ...Dr. ...
FA für Allgemeinmedizin

Auch ich möchte der Kollegin Werrmann und dem Kollegen Sternberg zustimmen, dass der z.T. sehr herablassend eminenzblasierte und zynische Ton von Herrn Irion nicht gerade Lust macht, Fragen zur Diskussion zu stellen, an Diskussionen teilzunehmen oder sich überhaupt noch in esanum einzuklinken. Konstruktive Kritik ja,vermeintliche Allwissentheit nein!

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Dem Beitrag wurden folgende Fachgebiete zugeordnet:
Allgemeinmedizin, Dermatologie, Immunologie,

Dem Beitrag wurden folgende Schlagwörter zugeordnet:
histaminintoleranz, vitiligo, weißfleckenkrankheit

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letzte Änderung: 8.5.2012 18:23